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Schmerztherapie Chiropraktik

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Sanfte Chiropraktik – Eine moderne alte Heilmethode

Die Behandlung der Wirbelsäule durch Handgriffe ist seit ca. 5000 Jahren bekannt. Sogar von Hippokrates finden sich mehrere Berichte über eine manuelle Wirbelsäulentherapie.

Der Amerikaner D. D. Palmer begründete im Jahre 1895 in Davenport, Iowa, eine Behandlungsmethode, die er als Chiropraktik bezeichnete. Das Wort Chiropraktik bedeutet „mit der Hand behandeln“. Es handelt sich hierbei also um eine Behandlungsmethode, die ohne Medikamente, Injektionen oder Operationen durchgeführt wird.

Seit der Begründung der Chiropraktik als eigenständige Methode im Jahre 1895 hat sie sich wesentlich weiterentwickelt. Heute ist die Chiropraktik weltweit gesehen der größte naturheilkundliche Berufsstand überhaupt.
Auch in Deutschland hat die Chiropraktik in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr Verbreitung gefunden. Sie ist wissenschaftlich gesichert und schulmedizinisch voll anerkannt.

 

Die Wirbelsäule

Im Zentrum der Chiropraktik steht die Wirbelsäule und die Auswirkung einer gestörten Wirbelsäule auf das Nervensystem und den Gesamtorganismus. Die Wirbelsäule ist das zentrale Organ des Bewegungsapparates. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen als elastische und federnde Tragsäule seine aufrechte Haltung zu geben und gleichzeitig das empfindliche Rückenmark zu schützen. Die Wirbelsäule ist aus Wirbeln, Bandscheiben, Bändern und Muskeln aufgebaut. Man kann Hals- Brust- und Lendenwirbelsäule unterscheiden. Es gibt 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel und 5 Lendenwirbel. Hinzu kommen Kreuzbein und Steißbein sowie die Gelenke, welche die Wirbelsäule mit den Beckenknochen verbinden – die sog. Iliosakralgelenke.

Zwischen zwei Wirbeln befinden sich die Bandscheiben. Sie sorgen für eine bewegliche Verbindung und wirken als elastische Stoßdämpfer. Zahlreiche Bänder und Muskeln stabilisieren die Wirbelsäule und ermöglichen gleichzeitig ihre große Beweglichkeit. Die Wirbelsäule hat mehrere natürliche Krümmungen und ist dadurch sehr elastisch und belastbar. Zwischen zwei Wirbeln verlässt jeweils ein Nervenpaar den Rückenmarkskanal, um sich durch unzählige Nervenbahnen in die entlegendsten Körperteile zu verzweigen. Es wird verständlich, dass unser Wohlbefinden in wesentlicher Weise vom Zustand unserer Wirbelsäule abhängig ist.

 

Was ist Chiropraktik?

Chiropraktik ist eine selbständige Disziplin der wissenschaftlichen Heilkunde. Sie befasst sich diagnostisch und therapeutisch in erster Linie mit jenen Krankheitsgeschehen, denen reversible Störungen der Statik und Dynamik des menschlichen Körper zugrundeliegen. Eine Bedeutung kommt dabei den Gelenken im Bereich der Wirbelsäule zu, die z.B. infolge eines Unfalls, einer Prellung oder auch nur einer „falschen“ Bewegung blockieren können. Ein blockiertes Gelenk kann in einer funktionellen Fehlstellung lange Zeit verharren und zu scheinbar unerklärlichen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverspannungen und Fehlhaltungen führen. Darüberhinaus können über reflektorische Vorgänge auch funktionelle organische Störungen ausgelöst werden. Blockierungen können durch ihre Auswirkung auf das Nervensystem sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen, die z.T. jahrelang bestehen können, ohne dass die Ursache der Beschwerden in der Wirbelsäule vermutet wird.

Die Aufgabe des Chiropraktikers ist es, solche Störungen zu diagnostizieren und nach sorgfältiger Klärung der Ursache zu behandeln. Vor Aufnahme einer Behandlung wird eine genaue Krankheitsgeschichte aufgenommen, wobei nicht nur die gegenwärtigen Beschwerden wichtig sind, sondern auch nach früheren Krankheiten, Unfällen, Operationen, Unfällen usw. gefragt wird. Auf die Anamnese folgt die eigentliche Untersuchung, bei der zuerst die Haltung und Beweglichkeit des Patienten registriert werden. Darauf werden verschiedene neurologische und orthopädische Tests durchgeführt, aber auch, wenn nötig, andere Körperfunktionen untersucht (z.B. Blutdruckmessung u.a.m.).

Ziel der Untersuchung ist es, ein möglichst vollständiges Bild vom Gesundheitszustand des Patienten zu bekommen. Häufig sind zur Sicherung der Diagnose auch Röntgenaufnahmen erforderlich. Nach erfolgter diagnostischer Abklärung und Lokalisation der entsprechenden Störung wird dann, sofern der Fall in den Kompetenzbereich des Chiropraktors gehört, die Indikation gestellt und ein Behandlungsplan aufgestellt. In Fällen von Nicht- oder nur teilweiser Zuständigkeit überweist der Chiropraktor den Patienten in allgemeinmedizinische oder fachärztliche Behandlung. Die eigentliche chiropraktische Behandlung besteht in spezifischer sanfter Manipulation oder Mobilisation der gestörten Wirbelgelenke. Auf diese Weise werden blockierte Gelenke wieder beweglich gemacht und die Gelenkflächen in korrekte Beziehung zueinander gebracht. Falls nötig, wird diese Behandlung ergänzt durch Maßnahmen, welche die Funktionstüchtigkeit des Bewegungsapparates möglichst vollständig wiederherstellen sollen: z.B. physiotherapeutische Anwendungen, orthopädischer Ausgleich eines verkürzten Beines, Beratung im Bezug auf Haltung, Schlafgewohnheiten und mögliche Fehlbelastungen, sportliche Betätigung usw.

Kernstück der chiropraktischen Tätigkeit ist die gezielte manuelle Behandlung gestörter Gelenke, wobei das betreffende Gelenk leicht über seine normale Bewegung hinaus bewegt wird, jedoch ohne dass hierbei seine anatomischen Grenzen überschritten werden. Oft ist hierbei ein leichtes Knacken zu hören, was jedoch für den Erfolg nicht ausschlaggebend ist. Es wird jedoch nicht eingerenkt, d.h. es werden keine Wirbel verschoben, und es kann nicht zu einem überdehnen oder „ausleiern“ des Bandapparates kommen. Durch einen qualifizierten Chiropraktor ausgeführt, stellt dieses Manöver die Gelenkfunktion wieder her, ohne Schäden hervorzurufen. Auf diese Weise findet auch eine Normalisierung der mit der Gelenkfunktion im Zusammenhang stehenden Teile des Nervensystems und der dadurch versorgten Organe statt.